KPS steht für „Krebsprädispositionssyndrom“ und beschreibt Veränderungen im Erbgut, die das Risiko für die Entstehung von Krebserkrankungen erhöhen.

„Auch das noch!“ denken Sie als Betroffener vielleicht. Denn oft entsteht der Verdacht auf ein Krebsprädispositionssyndrom (KPS) aufgrund einer aktuellen Krebserkrankung – oder aufgrund einer Krebserkrankung im engsten Familienkreis. Beides ist belastend genug. Und dann kommt noch ein KPS-Verdacht hinzu, der für viele Betroffene bedeutet, im Lauf ihres Lebens mit weiteren Krebserkrankungen rechnen zu müssen.

Vor diesem Hintergrund ist es aber gerade wichtig, einem solchen KPS-Verdacht nachzugehen. Sollte sich der KPS-Verdacht nämlich bestätigen, kann eine intensive Krebs-Früherkennung notwendig sein, um neu entstehenden Krebs so schnell wie möglich zu entdecken und behandeln zu können. Sollte sich der KPS-Verdacht nicht bestätigen, ist auch dieses eine wichtige – und vor allem erleichternde – Information für die Betroffenen.

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen daher Hinweise und Hilfestellungen rund um das Thema “Diagnostik bei KPS-Verdacht” geben.

Vom KPS-Verdacht zur Klärung

Ausgangspunkte eines KPS-Verdachts

Folgende Szenarien sind oft der Ausgangspunkt eines KPS-Verdachts:

  • Bei Ihnen oder Ihrem Kind wurde vom behandelnden Arzt konkret der Verdacht auf ein KPS geäußert…

  • In Ihrer Familie wurde ein KPS nachgewiesen. Nun fragen Sie sich, ob und wie bei Ihnen oder anderen Verwandten genetische Diagnostik durchgeführt wird…

  • In Ihrer Familie treten oder traten gehäuft Krebserkrankungen auf und Sie vermuten einen genetischen Hintergrund…

  • Sie oder Ihr Kind leiden an einer Krebserkrankung und die behandelnden Ärzte haben eine genetische Beratung oder Diagnostik empfohlen…

In der Regel wird die Frage, ob bei einem Patienten ein KPS vorliegt, mittels genetischer Diagnostik beantwortet.

Fragebogen zum KPS-Verdacht

Die Frage, ob eine genetische Diagnostik sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten und muss im Einzelfall abgewogen werden. Als Entscheidungshilfe dient ein Fragebogen, den Sie sich im Folgenden herunterladen können. Wird in diesem Fragebogen von Ihnen oder Ihrer Familie mindestens ein Kriterium erfüllt, sollten Sie eine genetischen Beratung in Anspruch nehmen.

Der Fragebogen richtet sich dabei vorrangig an Fachpersonal. Wir empfehlen Ihnen, den Bogen gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt bzw. dem behandelnden Arzt Ihres Kindes oder Ihrem Haus- bzw. Kinderarzt auszufüllen.

Fragebogen „Genetische Beratung bei KPS“ herunterladen (PDF)

Humangenetische Untersuchung

Die genetische Beratung und Diagnostik erfolgt dann durch eine humangenetische Praxis oder ein humangenetisches Zentrum. Wenn nicht bereits durch den behandelnden Arzt eine genetische Beratung organisiert wurde, können Sie sich selbst in einer Praxis oder einem Zentrum melden und einen Beratungstermin vereinbaren.

Suchen Sie ein humangenetisches Zentrum in Ihrer Nähe!

Sollten Sie selbst keinen Termin zur genetischen Beratung vereinbaren können, melden Sie sich einfach bei uns. Wir helfen Ihnen dabei gerne weiter – wie auch bei allen anderen Fragen zum Thema KPS.